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    <title>Thomas G.</title>
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    <dc:publisher>thomasg.</dc:publisher>
    <dc:creator>thomasg.</dc:creator>
    <dc:date>2007-05-30T07:15:37Z</dc:date>
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    <title>Thomas G.</title>
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  <item rdf:about="http://girafe.twoday.net/stories/2806482/">
    <title>Wörterbuch</title>
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    <description>&lt;b&gt;Wörtberbuch des Neoliberalismus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wörterbuch für angestrengte Wirtschaftstreibende in Großkonzernen und ergeizige WirtschaftsstudentInnen. Könnte aus der Feder der Industriellenvereinigung stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alternative, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Was heisst hier Alternative? Es gibt keine Alternative zum gängigen System. Unser Vorbild Thatcher hat es auf den Punkt gebracht: T.I.N.A : There is no alternative. Anders gesprochen: Basta, und damit hat sichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Arbeitsplätze erhalten&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wir Unternehmen schaffen Arbeitsplätze. &lt;i&gt;Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gu&lt;/i&gt;t. Für diese Verantwortung wollen wir &lt;i&gt;Subventionen&lt;/i&gt; bekommen, und wenig &lt;i&gt;Steuern&lt;/i&gt; zahlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;derregulieren; Derregulierung, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Der &lt;i&gt;Markt&lt;/i&gt; führt zu einer besseren Allokation der Güter. Also soll sich der &lt;i&gt;Staat&lt;/i&gt; nicht einmischen und &lt;i&gt;Regulierungen&lt;/i&gt; &lt;i&gt;deregulieren&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Elite Uni&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Söhne und Töchter von großen Firmen brauchen eine ädequate Ausbildung. Die kann uns dass öffentliche Bildungswesen nicht bieten. Also &lt;i&gt;Privatschulen &lt;/i&gt;und Elite Unis. Wer soll unsere Posten bekommen, wenn nicht unsere Nachfolger, unser eigen Fleisch und Blut. Es kann doch nicht jeder von der Straße dahergelaufene Absolvent Karriere im Unternehmen machen und dann Chef werden. Dass dürfen nur die Besten. Und das sind unsere Kinder! Um das zu gewährleisten brauchen wir hohe Gebühren, sonst kommen schlechte Studis und senken die Leistung der Elite Uni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Europäische Union, die; kurz: EU&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wirtschaftunion die dank &lt;i&gt;Lobbying&lt;/i&gt; Wirtschaftpolitik in unserem Interesse betreibt. Überregelierungen und Vorschriften müssen wir schlucken, solange die  das Hauptziel der EU: Freihandel und &lt;i&gt;Wettbewerb &lt;/i&gt;nicht eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Flexiblisierung, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Länger Arbeiten bei weniger Geld, Umgehung von sozialen Standards wie Kranken- und Arbeitslosenversicherung, um die Kosten zu senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Freiheit, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Jeder soll tun und lassen können was er will. Der &lt;i&gt;Staat&lt;/i&gt; soll dafür sorgen dass sich alle an die allgemeine Spielregeln halten, aber uns nicht bevormunden. JedeR ist sein eigenes Glückes Schmid. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gehts der Wirtschaft gut gehts uns allen gut&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wir halten den gesellschaftlichen Motor am laufen. Also bitte keine Kritk, ohne uns geht nix!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Globalisierung&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Im Sinne einer wirtschaftlichen Globalisierung: Dort produzieren wo es am billigsten ist. &lt;i&gt;Die Staaten&lt;/i&gt; können wir gegeneinander auspielen, da alle an Arbeitsplätzen interessiert sind. &lt;i&gt;Gewinne&lt;/i&gt; dort aufbewaren wo es sinn macht - in der Schweiz,  Monaco und in karibischen Gewinnsicherungsstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Job Splitting&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Dient um Kosten zu sparen und soziale Standards zu  umgehen. Geht wie folgt: 40 Stunden Angestellte entlassen und durch zwei PraktikantInnen ersetzten. Am besten die PraktikantInnen noch von der entlassenen Arbeitskraft einschulen lassen, damit kein Know-How verloren geht. Den PraktikantInnen fast nichts zahlen, denn die sind eh noch auf der Suche nach Qualifikationen. Die sollen sich ihre Sporen erst mal verdienen bevor sie wirklich Kohle machen. Wir hatten es damals auch nicht leicht, auch nach der  &lt;i&gt;Elite Uni.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lobbying&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Es macht Sinn für seine Interessen bei PolitikerInnen vorstellig zu werden. Die meisten sind eh nette Menschen die man ruhig auf einen Yachturlaub mitnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Markt, der&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Markt treffen sich Angebot und Nachfrage die von der &quot;unsichtbaren Hand&quot; in Gleichgewicht gebracht wird. Das mit dem Gleichgewicht haut nicht immer so gut hin. Aber was solls. Die einzige &lt;i&gt;Alternative &lt;/i&gt; wäre die kommunistische unfreie und diktatorische Planwirtschaft. Und die ist keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;rationalisieren, (v), Rationalisierung, die (S) &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Leute rausschmeißen um die Kosten zu senken. Der internationale Wettbewerb ist so brutal zu uns, wir können nicht anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Privatisierung, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wenn eine Leistung keinen Marktpreis hat, dann ist sie nichts wert. Ein Unternehmen stellt jede Leistung effizienter her als der &lt;i&gt;Staat&lt;/i&gt;. So ist die Wasserversorgung in manchen dritten Welt Staaten nun viel effizienter, solange auch der entsprechende Preis dafür bezahlt wird. Alle unrentablen und nicht-kostendeckende Leistungen gehören sowieso abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Privatschulen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Schulen für deren Leistungen der Marktpreis bezahlt werden muss. Hort der guten Leistung und ausgezeichnetem Lehrpersonal. Außerdem gehen die Kinder von unseren Freunden auch nur in Privatschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;regulieren; Regulierung, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Das hässliche Entlein des Wortes &lt;i&gt;deregulieren&lt;/i&gt;. &lt;i&gt;Regulieren&lt;/i&gt; sagt nichts anderes aus: Der &lt;i&gt;Staat &lt;/i&gt;beschließt Gesetze und Vorschriften da er dem &lt;i&gt;Markt&lt;/i&gt; und uns nicht vertraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rekordgewinn, der&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Dank &lt;i&gt;Rationalisierungen&lt;/i&gt; um die Kosten zu senken, konnten die Gewinne gesteigert werden. Wenn es einmal funktioniert, dann probieren wir es nochmal. Was wollen wir diesmal &lt;i&gt;Rationalisieren&lt;/i&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Smith, Adam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wer liest seine ganze Schmöker schon. Das einzige was wir uns merken müssen ist das Stecknadelbeispiel und der Bäcker. Und das der freie Markt zum besten Ergebnis kommt und das uns frei macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Steuern&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Hohe Steuerlast bedeuten hohe Kosten. Dann können wir doch gleich im Ausland produzieren. Entweder wir zahlen dem &lt;i&gt;Staat&lt;/i&gt; nichts, oder wir gehen. Außerdem schaffen wir eh schon genug &lt;i&gt;Arbeitsplätze&lt;/i&gt;. Das muss reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Subventionen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Subventionen verzerren den Wettbewerb, besonders wenn andere eine bekommen. Erleichtungen für Betriebsansiedlungen sind jedoch gerne erwünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Staat, der&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Ein bürokratisches und ineffizientes Ungeheuer. Eigentlich nur brauchbar für Straßenbau, Rechtssicherheit, Polizei, Militäre und guter Infrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Staatsfinanzen, die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wieso schafft es der Staat nicht mit seiner Kohle auszukommen? Hat dort keiner BWL studiert. Ganz einfach: Beamte &lt;i&gt;rationalisieren&lt;/i&gt; und unnötige Leistungen wie &lt;i&gt;staatliche&lt;/i&gt; Pensionsversicherung abschaffen. Das würde auch wieder die Versicherungswirtschaft ankurbeln und alle würden davon profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Verlust&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Da hat wohl wer zu wenig rationalisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wettbewerb, der&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wettbewerb ist gesund. Wettbewerbseinschränkungen schaden uns und verzerren den Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Welthandelsorganisation, die; kurz: WTO&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Sorgt für unsere Zukunftsmärkte in Entwicklungsländern und ist schlicht die Verteidigerin des Freihandels. Fördert &lt;i&gt;Privatisierungen&lt;/i&gt; in allen ihren Entwicklungsländern - somit boomt die Wirtschaft.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 thomasg.</dc:rights>
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